
Schritt 1: Schließen Sie zunächst aus, was eine Lesebrille nicht korrigieren kann
Kaufen Sie nicht sofort eine Lesebrille – prüfen Sie zuerst Ihre Augen
Bevor Sie eine Lesebrille Damen kaufen, lohnt sich ein kurzer Realitätscheck. Wenn Ihnen das Lesen kleiner Schrift Anfang oder Mitte 40 zunehmend schwerfällt und sich diese Veränderung langsam entwickelt hat, handelt es sich in den meisten Fällen um Presbyopie (Alterssichtigkeit). Dabei verliert die natürliche Augenlinse mit den Jahren an Elastizität und kann Objekte in der Nähe nicht mehr so gut scharf stellen. Das ist ein normaler Alterungsprozess – und genau dafür ist eine Lesebrille die passende Lösung.
Es gibt jedoch einige Warnzeichen, bei denen Sie zuerst einen Termin beim Augenarzt oder Optiker vereinbaren sollten – und nicht direkt eine neue Brille kaufen. Dazu gehören plötzlich auftretende statt schleichende Sehverschlechterungen, ein deutlich schlechteres Sehvermögen auf nur einem Auge, Lichthöfe (Halos) um Lichtquellen oder Schwierigkeiten beim Sehen in der Ferne.
Die American Academy of Ophthalmology (AAO) empfiehlt bereits ab dem 40. Lebensjahr eine umfassende augenärztliche Untersuchung – selbst dann, wenn noch keine Beschwerden bestehen. Der Grund: In diesem Alter treten erste Anzeichen von Erkrankungen wie Glaukom (Grüner Star), Katarakt (Grauer Star) oder diabetischen Netzhautveränderungen häufiger auf. Eine Lesebrille kann zwar das Lesen erleichtern, sie ersetzt jedoch keine Diagnose und kann solche Erkrankungen unbemerkt überdecken, wenn man ausschließlich auf eine Selbstdiagnose setzt.
Liegt Ihre letzte professionelle Augenuntersuchung mehr als zwei Jahre zurück, sollten Sie diese zunächst nachholen. Kehren Sie anschließend zu diesem Ratgeber zurück. Mit aktuellen Messwerten und einer präzisen Sehstärkenbestimmung lässt sich die passende Lesebrille Damen deutlich einfacher auswählen – und Sie vermeiden Fehlkäufe sowie unnötige Belastungen für Ihre Augen.

Schritt 2: Ermitteln Sie Ihre beiden Werte – Sehstärke und Pupillenabstand (PD)
Warum eine professionelle Augenuntersuchung den entscheidenden Unterschied macht
Eine professionelle Augenuntersuchung liefert Ihnen zwei wichtige Informationen, die Sie an keinem Regal mit Fertigbrillen finden – und die entscheidend dafür sind, die richtige Lesebrille Damen auszuwählen.
1. Die passende Sehstärke für jedes Auge
Viele Menschen gehen davon aus, dass beide Augen dieselbe Lesestärke benötigen. Tatsächlich braucht jedoch etwa jeder dritte Erwachsene unterschiedliche Werte für das linke und rechte Auge. Fertig-Lesebrillen berücksichtigen das nicht: Beide Gläser haben immer dieselbe Stärke.
Sind Ihre Augen nahezu identisch, ist das meist kein Problem. Weichen die Werte jedoch voneinander ab, übernimmt ein Auge dauerhaft mehr Arbeit als das andere. Die Folge können müde Augen, schnelleres Ermüden beim Lesen oder die typischen Kopfschmerzen am Ende des Tages sein. Auf Ihrem Sehtest finden Sie diese Werte getrennt aufgeführt – meist als OD (rechtes Auge) und OS (linkes Auge).
2. Ihre Pupillendistanz (PD)
Ebenso wichtig ist die Pupillendistanz (PD) – also der Abstand zwischen den Mittelpunkten Ihrer Pupillen in Millimetern. Dieser Wert bestimmt, an welcher Stelle sich das optische Zentrum der Gläser befinden muss, damit Sie entspannt und verzerrungsfrei sehen.
Bei Frauen ist die PD im Durchschnitt etwas geringer als bei Männern. Sie liegt häufig im Bereich von etwa 58 bis 62 mm, während Männer meist Werte zwischen 61 und 65 mm aufweisen. Viele industriell gefertigte Lesebrillen orientieren sich jedoch lediglich an einem festen Durchschnittswert.
Schon eine Abweichung von wenigen Millimetern verursacht zwar keine gravierenden Sehprobleme. Bei höheren Lesestärken kann sie jedoch einen sogenannten Prismeneffekt auslösen. Dabei entsteht ein leichtes Ziehen oder Druckgefühl, das Ihre Augenmuskeln permanent ausgleichen müssen. Besonders bei längerem Lesen oder Bildschirmarbeit kann dies zu Ermüdung, Augenbeschwerden und Kopfschmerzen führen.
Fehlt die PD auf Ihrem Brillenpass? Fragen Sie danach.
Es kommt durchaus vor, dass die Pupillendistanz nicht automatisch auf dem Brillenrezept oder Sehtest vermerkt wird. Fragen Sie Ihren Optiker oder Augenarzt deshalb gezielt nach diesem Wert.
Alternativ können Sie Ihre PD auch selbst zu Hause mit einem Lineal und einem Spiegel messen. Viele seriöse Online-Optiker – darunter auch Aoolia – bieten dafür eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung oder ein digitales Messwerkzeug an.
Gerade wenn Sie eine Lesebrille Damen online bestellen möchten, helfen Ihnen die korrekte Sehstärke für jedes Auge und eine exakt gemessene Pupillendistanz dabei, eine Brille zu wählen, die nicht nur scharf sehen lässt, sondern auch langfristig angenehm und komfortabel sitzt.

Schritt 3: Wählen Sie die richtige Sehstärke – ohne zu stark zu wählen
Welche Stärke sollte eine Lesebrille haben?
Die Stärke einer Lesebrille liegt in der Regel zwischen +0,75 und +3,50 Dioptrien und steigt in Schritten von jeweils 0,25 Dioptrien. Als grobe Orientierung gilt: Viele Frauen, die Anfang oder Mitte 40 erstmals Probleme beim Lesen kleiner Schrift bemerken, benötigen zunächst eine Lesebrille Damen mit +1,00 bis +1,25 Dioptrien.
Mit zunehmendem Alter steigt der Bedarf meist schrittweise an. In den Fünfzigern liegen viele Menschen im Bereich von +1,75 bis +2,25 Dioptrien, während ab etwa 60 Jahren Werte zwischen +2,25 und +2,75 Dioptrien häufig sind. Diese Angaben sind jedoch lediglich typische Durchschnittswerte und ersetzen keine individuelle Sehstärkenbestimmung. Sie helfen jedoch dabei einzuschätzen, ob eine empfohlene Stärke grundsätzlich realistisch erscheint.
Zwei einfache Regeln, die Fehlkäufe vermeiden
1. Im Zweifel lieber die schwächere Stärke wählen
Wenn Sie zwischen zwei Dioptrienstärken schwanken, entscheiden Sie sich besser für die niedrigere Variante. Eine zu starke Lesebrille vergrößert Texte zwar sehr deutlich, funktioniert aber oft nur noch in einem sehr kurzen Leseabstand. Alles, was sich weiter entfernt befindet – etwa Tastatur oder Bildschirm – wirkt schnell unscharf.
Eine etwas zu schwache Lesebrille hat dagegen meist nur zur Folge, dass Sie das Buch oder Smartphone etwas näher halten müssen. Deshalb ist eine geringere Stärke in der Praxis fast immer die angenehmere und sicherere Wahl.
Entscheidend ist der Arbeitsabstand – nicht Ihr Alter
Viele Menschen orientieren sich ausschließlich am Alter. Tatsächlich sollte die Stärke Ihrer Lesebrille Damen vor allem zum typischen Sehabstand passen.
Eine klassische Lesebrille wird normalerweise für einen Leseabstand von etwa 35 bis 40 cm ausgelegt. Ein Laptop oder Desktop-Monitor befindet sich dagegen häufig 50 bis 65 cm von den Augen entfernt. Für diese größere Distanz wird in der Regel eine geringere Vergrößerung benötigt – häufig etwa 0,50 bis 0,75 Dioptrien weniger als für Bücher oder Zeitungen.
Aus diesem Grund entscheiden sich viele Frauen langfristig für zwei unterschiedliche Lesebrillen:
- eine stärkere Lesebrille zum Lesen von Büchern, Zeitschriften oder für Handarbeiten,
- eine etwas schwächere Lesebrille für Computerarbeit oder längere Bildschirmzeiten.
Gerade bei individuell konfigurierbaren Lesebrillen, die heute bereits zu vergleichsweise günstigen Preisen erhältlich sind, ist diese Lösung oft komfortabler als der Versuch, mit einer einzigen Brille alle Entfernungen abzudecken.
Wenn Messwerte und Praxistest nicht zusammenpassen
Falls Ihre gemessene Sehstärke nicht mit Ihrem persönlichen Leseempfinden übereinstimmt oder der sogenannte „Armlängentest“ ein anderes Ergebnis liefert als Ihre Augenuntersuchung, lohnt sich ein genauer Blick auf die verschiedenen Einflussfaktoren. Dazu gehören unter anderem Ihr tatsächlicher Arbeitsabstand, die Pupillendistanz (PD), unterschiedliche Sehstärken beider Augen sowie Ihre täglichen Sehgewohnheiten. Mit diesen Informationen lässt sich die passende Lesebrille Damen deutlich präziser auswählen und langfristig angenehmer tragen.

Schritt 4: Wählen Sie die passenden Gläser für Ihre Bedürfnisse
Welche Arten von Lesebrillen gibt es?
Der Begriff Lesebrille Damen umfasst heute nicht nur ein einziges Produkt. Je nach Sehgewohnheiten und Einsatzbereich kommen unterschiedliche Brillenarten infrage. Wer die Unterschiede kennt, spart Geld und findet schneller die passende Lösung.
Klassische Lesebrille – der Standard für Nahsicht
Die klassische Lesebrille besitzt auf beiden Gläsern dieselbe Nahstärke und ist die richtige Wahl für Menschen, die in der Ferne gut sehen und lediglich Unterstützung beim Lesen, Arbeiten am Smartphone oder anderen Tätigkeiten im Nahbereich benötigen.
Für die meisten Frauen, die erstmals eine Lesebrille Damen kaufen, ist diese Variante die sinnvollste und zugleich preiswerteste Lösung.
Lesebrille mit Blaulichtfilter
Lesebrillen mit Blaulichtfilter verfügen über eine spezielle Beschichtung oder leicht getönte Gläser, die einen Teil des kurzwelligen blauen Lichts digitaler Bildschirme herausfiltern.
Die wissenschaftliche Studienlage ist bislang jedoch nicht eindeutig. Nach Einschätzung der American Academy of Ophthalmology (AAO) entsteht digitale Augenbelastung hauptsächlich durch selteneres Blinzeln und eine dauerhaft hohe Fokussierungsleistung – nicht durch blaues Licht allein.
Was Bildschirmbeschwerden nachweislich stärker reduziert, ist:
• die richtige Lesestärke,
• ein zum Bildschirm passender Sehabstand,
• regelmäßige Pausen, beispielsweise nach der 20-20-20-Regel.
Dennoch entscheiden sich viele Menschen bewusst für einen Blaulichtfilter. Die zusätzliche Beschichtung ist meist preisgünstig, einige Nutzer empfinden das Bild als angenehmer und wärmer. Darüber hinaus wird weiterhin untersucht, welchen Einfluss blaues Licht am Abend auf den Schlaf-Wach-Rhythmus haben könnte. Ein Blaulichtfilter kann daher eine sinnvolle Ergänzung sein – Wunder sollte man jedoch nicht erwarten.
Gleitsichtbrille
Eine Gleitsichtbrille vereint Fern-, Zwischen- und Nahsicht in einem einzigen Glas – ganz ohne sichtbare Trennkante.
Wenn Sie Ihre Lesebrille ständig auf- und absetzen oder zusätzlich eine Fernkorrektur benötigen, kann eine Gleitsichtbrille den Alltag deutlich erleichtern. Sie ersetzt den ständigen Brillenwechsel zwischen Lesen, Computerarbeit und Sehen in die Ferne.
Im Vergleich zu einer klassischen Lesebrille Damen sind Gleitsichtgläser zwar teurer, außerdem benötigt das Gehirn meist ein bis zwei Wochen, um sich an die verschiedenen Sehbereiche zu gewöhnen. Beim Lesen blickt man durch den unteren Bereich der Gläser und lernt mit der Zeit, die Augen statt des gesamten Kopfes nach unten zu bewegen.
Sonnen-Lesebrille
Eine Sonnen-Lesebrille kombiniert die Lesestärke mit getönten Gläsern und zuverlässigem UV-Schutz.
Sie eignet sich besonders für alle, die häufig im Freien lesen – beispielsweise auf der Terrasse, im Garten, am Strand oder auf der Tribüne bei Sportveranstaltungen. So profitieren Sie gleichzeitig von klarer Nahsicht und einem wirksamen Schutz vor Sonnenlicht.
Welche Lesebrille ist die richtige Wahl?
Für die meisten Käuferinnen gilt:
• Lesebrille Damen (klassisch): ideal für Bücher, Zeitungen und das Smartphone.
• Lesebrille mit Blaulichtfilter: sinnvoll bei vielen Stunden Bildschirmarbeit.
• Gleitsichtbrille: empfehlenswert, wenn sowohl Fern- als auch Nahsicht korrigiert werden müssen.
• Sonnen-Lesebrille: perfekt für das Lesen im Freien.
Wer seine Sehgewohnheiten berücksichtigt und die Brille passend zum tatsächlichen Einsatzbereich auswählt, erhält meist den größten Sehkomfort und vermeidet unnötige Ausgaben für ungeeignete Modelle.

Schritt 5: Finden Sie die richtige Passform – hier unterscheiden sich Damenfassungen wirklich
Die richtige Fassung wählen: Warum Passform wichtiger ist als das Design
Viele als „Unisex“ angebotene Lesebrillen basieren auf Fassungen, die sich an durchschnittlichen männlichen Gesichtsmaßen orientieren. Sie sind häufig breiter, besitzen längere Bügel und einen höheren Nasensteg. Wenn Ihre Brille ständig von der Nase rutscht, hinter den Ohren drückt oder beim Lächeln auf den Wangen aufliegt, liegt das oft nicht an Ihrem Gesicht – sondern daran, dass die Fassung schlicht nicht zu Ihren Proportionen passt.
Gerade beim Kauf einer Lesebrille Damen entscheidet eine gute Passform darüber, ob die Brille den ganzen Tag angenehm zu tragen ist oder schon nach kurzer Zeit stört.
Die drei Zahlen im Brillenbügel verstehen
Fast jede Brillenfassung trägt auf der Innenseite des Bügels eine Zahlenkombination wie 52-18-140. Diese Werte geben an:
- 52 mm – Glasbreite
- 18 mm – Stegbreite (Abstand zwischen den Gläsern)
- 140 mm – Bügellänge
Haben Sie bereits eine Brille, die besonders bequem sitzt, sollten Sie sich diese Maße notieren. Sie sind Ihr persönlicher Referenzwert und erleichtern die Auswahl einer passenden Lesebrille Damen im Onlineshop erheblich.
Für viele Frauen mit schmaleren Gesichtern eignen sich Fassungen mit einer Glasbreite von etwa 47 bis 52 mm. Wer ein besonders kleines Gesicht hat, profitiert häufig von Extra-Small-Größen unterhalb dieses Bereichs – Modelle, die im Sortiment vieler Drogerien oder Supermärkte oft gar nicht erhältlich sind.
Drei Ausstattungsmerkmale, die den Tragekomfort deutlich verbessern
Neben den Größenangaben gibt es drei Details, die im Alltag einen besonders großen Unterschied machen.
Verstellbare Nasenpads
Verstellbare Nasenpads ermöglichen eine individuelle Anpassung der Fassung. Sie sorgen dafür, dass die Brille höher sitzt, nicht auf den Wangen aufliegt und auch bei einer flacheren Nasenwurzel sicher hält. Feste Acetatstege bieten diese Flexibilität meist nicht.
Federscharniere
Federscharniere erhöhen den Tragekomfort erheblich. Sie machen die Bügel elastischer und verhindern, dass die Fassung schnell ausleiert oder unangenehm drückt. Wer seine Lesebrille Damen mehrmals täglich aufsetzt, abnimmt oder zwischendurch ins Haar schiebt, wird diesen Unterschied schnell bemerken.
Ein geringes Gewicht
Auch das Gewicht spielt eine größere Rolle, als viele vermuten. Eine leichte Titan- oder TR90-Fassung mit weniger als 20 Gramm ist nach mehreren Stunden kaum noch spürbar. Deutlich schwerere Acetatfassungen können dagegen mit zunehmender Tragedauer Druckstellen an Nase und Ohren verursachen.
Welche Brillenform steht Frauen besonders gut?
Lesebrillen sind längst kein rein funktionales Hilfsmittel mehr. Heute gehören sie zum persönlichen Stil und werden bewusst als modisches Accessoire gewählt.
Besonders beliebt bleibt auch 2026 die Cat-Eye-Fassung. Von dezent geschwungenen Formen bis hin zu auffälligen Retro-Designs zählt sie weiterhin zu den gefragtesten Modellen bei einer Lesebrille Damen. Ebenso im Trend liegen Fassungen in Havanna-Optik, Champagnerfarben oder aus transparentem Acetat, die zeitlos wirken und sich vielseitig kombinieren lassen.
Die passende Form für Ihre Gesichtsform
Wenn Sie unsicher sind, welche Fassung am besten zu Ihnen passt, hilft eine einfache Gestaltungsregel: Kontraste wirken meist harmonischer als gleiche Formen.
- Ein rundes Gesicht profitiert von eckigen oder kantigen Fassungen, die mehr Kontur verleihen.
- Ein eckiges Gesicht wirkt mit runden oder ovalen Fassungen oft weicher und ausgewogener.
- Ein ovales Gesicht gilt als besonders vielseitig und harmoniert mit nahezu allen Fassungsformen.
- Bei einem herzförmigen Gesicht sorgen Cat-Eye-, ovale oder leicht abgerundete Modelle häufig für eine ausgewogene Gesamtwirkung.
Wer beim Kauf einer Lesebrille Damen nicht nur auf die richtige Sehstärke, sondern auch auf Passform, Material und Gesichtsform achtet, erhält eine Brille, die im Alltag deutlich angenehmer sitzt und gleichzeitig den eigenen Stil unterstreicht.

Schritt 6: Entscheiden Sie, worauf es sich lohnt zu investieren
Was kostet eine gute Lesebrille?
Der Markt für Lesebrillen lässt sich grob in drei Kategorien einteilen. Welche Variante die richtige ist, hängt weniger vom Preis als von Ihren individuellen Sehwerten und Ihrem Nutzungsverhalten ab. Als Anbieter individuell gefertigter Brillen möchten wir die Unterschiede transparent darstellen.
Fertig-Lesebrillen (ca. 5–30 €)
Fertigbrillen aus der Drogerie, Apotheke oder dem Supermarkt sind für viele Menschen eine völlig sinnvolle Lösung. Sie eignen sich besonders dann, wenn:
- beide Augen dieselbe Lesestärke benötigen,
- Ihre Pupillendistanz (PD) ungefähr dem Durchschnitt entspricht,
- Ihnen Standardfassungen gut passen,
- Sie die Brille nur gelegentlich zum Lesen verwenden.
Treffen diese Punkte auf Sie zu, spricht nichts gegen eine günstige Fertigbrille. Entgegen einem weit verbreiteten Mythos schaden preiswerte Lesebrillen den Augen nicht.
Worauf Sie allerdings verzichten, ist die individuelle Anpassung. Beide Gläser besitzen dieselbe Stärke, die optischen Mittelpunkte sind nicht auf Ihre persönliche Pupillendistanz abgestimmt und auch bei Materialqualität, Beschichtungen sowie Scharnieren gibt es häufig Unterschiede gegenüber hochwertigeren Modellen.
Individuell gefertigte Lesebrillen online (ca. 7–70 €)
Eine individuell konfigurierte Lesebrille Damen wird exakt nach Ihren Sehwerten angefertigt. Dazu gehören unter anderem:
- unterschiedliche Dioptrienwerte für rechtes und linkes Auge,
- eine auf Ihre Pupillendistanz abgestimmte Zentrierung,
- die passende Fassungsgröße,
- individuell wählbare Gläser und optionale Beschichtungen.
In diesem Marktsegment bewegt sich auch Aoolia. Der entscheidende Vorteil liegt nicht darin, dass jede Kundin automatisch eine Maßanfertigung benötigt. Vielmehr profitieren insbesondere Personen,
- deren Augen unterschiedliche Sehstärken aufweisen,
- deren Pupillendistanz vom Durchschnitt abweicht,
- oder deren Gesicht schmaler ist als die Standardgrößen vieler Fertigbrillen.
Diese Faktoren lassen sich mit einer individuell gefertigten Lesebrille Damen gezielt berücksichtigen – etwas, das eine klassische Fertigbrille konstruktionsbedingt nicht leisten kann.
Bei Aoolia wird jede fertig produzierte Brille zusätzlich von einem qualifizierten Optiker kontrolliert und mit den Bestelldaten abgeglichen, bevor sie versendet wird. Die Kollektion für Damen beginnt bereits ab 6,95 US-Dollar, wodurch der Preisunterschied zu einfachen Fertigbrillen heute deutlich geringer ausfällt als noch vor einigen Jahren.
Lesebrillen vom Optiker vor Ort (ca. 100–400 € und mehr)
Der größte Vorteil eines stationären Optikgeschäfts liegt in der persönlichen Beratung. Dort profitieren Sie von:
- professioneller Anpassung der Fassung,
- individuellen Sitzkorrekturen,
- direktem Service bei späteren Nachjustierungen,
- persönlicher Beratung vor Ort.
Gerade bei ungewöhnlichen Gesichtsformen oder speziellen Sehproblemen kann dieser Service den höheren Preis rechtfertigen.
Die Qualität der Gläser selbst ist jedoch nicht grundsätzlich besser als bei seriösen Online-Anbietern, die hochwertige Fertigung und professionelle Qualitätskontrollen anbieten.
Worauf Sie vor dem Kauf unbedingt achten sollten
Unabhängig davon, ob Sie sich für eine Fertigbrille, eine individuell gefertigte Lesebrille Damen oder eine Brille vom Optiker entscheiden, sollten Sie vor der Bestellung zwei Punkte prüfen:
-
Gibt es ein transparentes Rückgabe- oder Neuanfertigungsangebot?
Gerade wenn Sie Ihre Pupillendistanz selbst gemessen haben, können kleine Messfehler auftreten. Ein kundenfreundlicher Anbieter bietet hierfür faire Lösungen an. -
Findet eine Qualitätskontrolle vor dem Versand statt?
Seriöse Händler übernehmen Ihre Angaben nicht einfach ungeprüft in die Produktion. Stattdessen werden die fertigen Gläser und Fassungen vor dem Versand kontrolliert und mit den Bestelldaten abgeglichen. Diese zusätzliche Prüfung reduziert das Risiko von Fertigungsfehlern und sorgt dafür, dass Ihre Lesebrille Damen exakt den bestellten Werten entspricht.
Letztlich entscheidet nicht allein der Preis über die Qualität einer Lesebrille. Viel wichtiger ist, dass die Brille zu Ihren individuellen Sehwerten, Ihrer Gesichtsform und Ihrem täglichen Nutzungsverhalten passt. So investieren Sie in eine Lösung, die langfristig komfortabel ist und entspanntes Lesen ermöglicht.

Kurz zusammengefasst
Bevor Sie eine Lesebrille kaufen, sollten Sie mögliche medizinische Ursachen ausschließen – insbesondere dann, wenn sich Ihre Sehkraft plötzlich verschlechtert, sich beide Augen unterschiedlich entwickeln oder Ihre letzte Augenuntersuchung bereits längere Zeit zurückliegt. Lassen Sie sich bei der Untersuchung die Sehstärke für jedes Auge sowie Ihre Pupillendistanz (PD) bestimmen.
Wenn Sie zwischen zwei Lesestärken schwanken, wählen Sie im Zweifel lieber die schwächere Stärke. Arbeiten Sie regelmäßig am Computer, kann zusätzlich eine etwas schwächere Lesebrille für den Bildschirm sinnvoll sein, da der Sehabstand dort größer ist als beim Lesen eines Buches.
Eine Lesebrille mit Blaulichtfilter kann für manche Menschen angenehmer sein, sollte jedoch als optionale Komfortfunktion betrachtet werden – nicht als Lösung gegen digitale Augenbelastung oder Sehprobleme.
Achten Sie außerdem auf die Maße der Fassung und nicht auf Werbeaussagen wie „Einheitsgröße“ oder „passt den meisten“. Glasbreite, Stegbreite und Bügellänge entscheiden wesentlich darüber, wie bequem eine Brille im Alltag sitzt.
Eine individuell angefertigte Lesebrille Damen lohnt sich vor allem dann, wenn Ihre Augen unterschiedliche Sehstärken haben, Ihre Pupillendistanz vom Durchschnitt abweicht oder Standardfassungen nicht gut zu Ihrer Gesichtsform passen. Trifft das auf Sie zu, sollten Sie nicht jahrelang Kompromisse mit einer Brille eingehen, die nie wirklich für Ihre Augen und Ihr Gesicht gemacht wurde.
